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Festpreise ehrlich kalkulieren

Ein Festpreis ist eine Wette auf die eigene Schätzung. Wie wir sie so zuschneiden, dass die Wette für beide Seiten fair ist statt in Sicherheit gepolstert.

Kunden fragen nach Festpreisen, weil sie eine Zahl für ein Gremium brauchen. Agenturen wehren sich, weil der Umfang wandert. Beide Positionen sind vernünftig, und die Auflösung ist kein größerer Vertrag — sondern eine kleinere, besser spezifizierte Arbeitseinheit.

Wir bepreisen keine Umsetzung, die wir nicht zugeschnitten haben. Genau dafür existiert der Discovery-Sprint: ein bis zwei Wochen, selbst zum Festpreis, mit einer schriftlichen Spezifikation samt ausdrücklicher Liste dessen, was wir nicht tun. Ohne das ist jede Zahl Polster plus Hoffnung.

Das Polster ist der unehrliche Teil der meisten Festangebote. Wer die Schätzung nicht sieht, kann nicht erkennen, ob er für die Arbeit zahlt oder für die Unsicherheit des Anbieters. Wir zeigen die Aufschlüsselung samt Puffer und benennen, wofür der Puffer da ist.

Änderungswünsche werden einzeln und gesondert bepreist. Das klingt bürokratisch und verhindert den häufigsten Fehlschlag bei Festpreisarbeit, bei dem eine Reihe kleiner, nicht berechneter Ergänzungen still Marge und Zeitplan auffrisst und die Beziehung an etwas zerbricht, dem niemand zugestimmt hat.

Wo ein Festpreis wirklich nicht passt — eine unklare Roadmap, ein forschungslastiges Produkt, eine Plattform, die weiter wachsen wird —, sagen wir das und schlagen stattdessen ein dediziertes Team vor. Einen Festpreis auf Arbeit zu verkaufen, die sich nicht festlegen lässt, führt beide Seiten in den Streit.

Written by Gzim Maksuti — Managing Director

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