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Northbound

Headless-Replatforming für einen Outdoor-Händler in 40 Märkten

Ein neun Jahre alter monolithischer Shop wurde auf eine Headless-Shopify-Architektur mit eigenem B2B-Großhandelsportal umgestellt. Der Checkout wurde um lokale Zahlarten je Markt neu gebaut und das ERP so angebunden, dass Bestand und Preise nicht mehr über Nacht auseinanderlaufen.

Ergebnisse

Checkout-Conversion
+31%Checkout-Conversion
LCP im 4G-Mobilnetz, vorher 4,8 s
1.4sLCP im 4G-Mobilnetz, vorher 4,8 s
Organischer Traffic beim Umstieg verloren
0%Organischer Traffic beim Umstieg verloren
Kampagnen-Setup, vorher 3 Tage
Same dayKampagnen-Setup, vorher 3 Tage

The challenge

What we walked into.

Northbound verkaufte in vierzig Märkte aus einem einzigen Shop, der neun Jahre zuvor gebaut worden war. Jede Kampagnenänderung lief über ein Entwickler-Ticket, und der Release-Zug fuhr monatlich — saisonales Merchandising kam damit immer zu spät.

Der Checkout war das größere Problem. Ein einziger Kartenabwickler bediente alle Märkte: kein iDEAL in den Niederlanden, kein Bancontact in Belgien, kein Klarna in Deutschland. Die Conversion in den drei größten europäischen Märkten lag deutlich unter dem Segmentdurchschnitt, und niemand konnte sagen, um wie viel — der Funnel war nicht instrumentiert.

Hinter dem Shop kamen Bestand und Preise als nächtliche CSV-Datei aus SAP. Überverkäufe während Kampagnen waren Routine, und der Kundenservice fing sie auf. Großhandelskäufer wiederum, ein Drittel des Umsatzes, bestellten per E-Mail-Tabelle bei ihren Account Managern.

The approach

What we actually did.

  1. 01

    Headless, aber nicht heimatlos

    Shopify blieb für Zahlung, Steuern und Betrugsprüfung bestehen; den Storefront haben wir mit Hydrogen übernommen. So bewegen sich Merchandising, Content und Frontend in unterschiedlichem Tempo — ohne in drei Jahren erneut zu replatformen.

  2. 02

    Migration als Redirect-Problem

    Wir haben 41.000 indexierte URLs gecrawlt, jede einzelne einem Ziel zugeordnet und den Abgleich gegen Staging so lange wiederholt, bis er leer zurückkam. Die Parität der strukturierten Daten wurde in der Testsuite geprüft, nicht von Hand.

  3. 03

    Checkout je Markt neu gebaut

    Adyen ersetzte den einzelnen Abwickler, mit lokalen Zahlarten Markt für Markt: iDEAL, Bancontact, Klarna und Wallets. Jeder Schritt des Funnels wurde vor dem Livegang instrumentiert, damit die Veränderung messbar statt diskutierbar wurde.

  4. 04

    ERP-Anbindung in Echtzeit

    Aus der nächtlichen CSV wurde eine ereignisgetriebene Synchronisation mit idempotentem Replay. Bestands- und Preisänderungen erreichen den Shop in Sekunden, und eine fehlgeschlagene Nachricht lässt sich erneut verarbeiten, ohne eine Bestellung zu duplizieren.

  5. 05

    Ein Großhandelsportal statt eines Postfachs

    Firmenkonten, Einkäuferrollen, Freigabeketten, Vertragspreise und Bestellscheine — Account Manager tippen keine Tabellen mehr ab, und Einkäufer bedienen sich selbst.

  6. 06

    Merchandising ohne Entwickler

    Algolia-Suche mit abgestimmtem Ranking, dazu Werkzeuge für Kollektionen, Badges und Kampagnen, die das Handelsteam direkt steuert. Ein Kampagnen-Setup braucht kein Deployment mehr.

Technologien

  • Shopify Hydrogen
  • Next.js
  • Adyen
  • Algolia
  • SAP
  • Cloudflare
Das Replatforming ging an einem Dienstagmorgen live, und der organische Traffic hat sich nicht bewegt. Die Checkout-Conversion schon — plus einunddreißig Prozent bis Quartalsende.

Daniel V.

Commercial Director, Northbound

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